Der plomlombot – ein Twitter-Remix-Bot

Beim plomlombot handelte es sich um ein Programm, dass aus einem Corpus von Beiträgen von plomlompom auf Twitter neue Beiträge generiert (plomlombot auf Twitter). Auf dem 26C3 hielt ich einen Kurzvortrag über den plomlombot im Rahmen der Lightning Talks (Folien):

Artikel zum plomlombot:

Wir werden alle Bernd — Artikel von plomlompom:

Inzwischen gibt es bei Twitter fremdbetriebene Benutzerkonten, die dieses plomlompom ohne mein Zutun automatisch ausweiten und fortentwickeln. Das Profil plomlolpom zum Beispiel übersetzt meine Äußerungen in eine englische Kunstsprache – und ist dabei am Ende oft pointierter als das Original. Der plomlombot dagegen zerlegt meine Sätze in Statistik und bastelt daraus neue, die vage nach mir klingen. Gelegentlich werden wir verwechselt. Gelegentlich finde ich seine Sätze passender als meine eigenen.

Botcial Media — Artikel von presseschauer:

Überträgt man diese Idee auf Text, so kann man Texte in ein Netzwerk aus Worten überführen, aus dem erkennbar ist mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Wort von einem anderen gefolgt wird. Der @plomlombot nutzt als Datenbasis für seine Tweets die Tweets von Christian Heller @plomlompom, die in ein solches Netzwerk überführt wurden. Wenn der @plomlombot einen neuen Tweet erzeugt, hangelt er sich durch dieses Netzwerk und bildet damit eine Wortkette, die in Wortwahl und Duktus dem Spender der Datenbasis ähneln. Dass dabei nicht immer perfekte Sätze herauskommen liegt an der, mit etwa 18k Tweets, relativ geringen Datenbasis. Auch Google nutzt für seinen Dienst Google-Translate unteranderem diese Methode mit der Erkenntnis: Die Größe der Datenbasis korreliert mit der Qualität des Ergebnisses.