Quo vadis, Web?

Wie angekündigt moderierte ich auf der re:publica 2011 eine Podiumsdiskussion zu Webstandards (Foto). Als Einleitung hielt ich einen Kurzvortrag zur Geschichte der im Web verwendeten Technologien (Folien, Notizen).

Peter Zschunke hat den Verlauf der Veranstaltung zusammengefasst; mein Fazit steht bei Peter Kröner in den Kommentaren:

Aufnahmen gibt es wohl keine, aber die zu meiner Überraschung dann doch ganz gut angekommenen Folien poste ich alsbald bei mir im Blog, sobald ich den Fehler im Folienskript gefunden, gefixt und ein PDF generiert habe.

Kritik war unisono, dass eine Stunde zu wenig war für dieses relativ große Fass – ähnliche Erfahrungen machte ich bereits beim Troll-Vortrag auf der letzten re:publica, nächstes Mal bestelle ich dann einen größeren Slot oder übe vorher mit Lichtdoubles. Titel und Lineup hatten bei manchen außerdem eine eher technische Diskussion erwarten lassen.

Highlights: Peter betonte, dass es zwischen dem ursprünglichen Modell von Webseiten und heutigen Webapps Unterschiede gibt – so darf etwa eine WebGL-Anwendung durchaus Hardwareanforderungen stellen. Max stellte neben Nutzer und Webentwickler noch den Medien-Produzenten als weitere Fraktion mit teilweise konträren Motivationen vor (Videos doppelt und dreifach kodieren ist Arbeit) und Regine erklärte mit einem Rückgriff auf DIN-Standards, warum Normierung traditionellerweise eher in Industriekonsortien als im akademischen Kontext geschieht.

Von mir wahrgenommenes Fazit: Sich selber als Entwickler in Standardisierungsprozesse einzubringen ist einerseits schwierig und demotivierend, andererseits kommt man bisweilen selber schon gar nicht mehr hinterher mit den Neuerungen. Den Browserherstellern gegenüber sind wir alle Bit-Steller (höhöhö).

Die Folien erstellte ich mit Inkscape und Inkscape Slide. Die beiden Grafiken zu Teichenbeschleunigung und frühen Webbrowsern stammen von hier und hier.